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Bedienung GY401

Bedienungsanleitung

 

Futaba GY 401

 

Der Futaba Gy 401 ist ein einfach zu handhabendes, leistungsfähiges Kreiselsystem. Durch die Verwendung eines so genannten SMM Sensors ist das System relativ unempfindlich gegenüber Vibrationen und hat keine nennenswerte Temperaturdrift. Dadurch ergibt sich eine einfache Montage bei einfachster Programmierung. Das System wird lediglich mittels des beiliegenden Klebepads auf die an der Mechanik dafür vorgesehene Stelle geklebt und an den Empfänger angeschlossen. Der Schwarze Stecker kommt an den Ausgang für die Hecksteuerung, der rote Stecker wird an den Ausgang für die Empfindlichkeitsverstellung eingesteckt. Über den Empfindlichkeits- Kanal ist auch die Betriebsart Heading lock oder Normalmode einstellbar.

Mittelstellung bis Maximalausschlag in eine Richtung = Heading Lock, Empfindlichkeit proportional zum Ausschlag

Mittelstellung bis Maximalausschlag in Gegengesetzte Richtung = Normalmode und proportional die Empfindlichkeit.

An die am Kreiselsystem angelötete Buchse wird das Heckrotorservo angeschlossen. Falls Sie, wie von Uns dringend empfohlen das zugehörige Servo 9253 oder 9254 benutzen sollten Sie nun, um die optimale Leistung des Systems zu nutzen, können Sie nun mittels des beiliegenden schwarzen Schraubendrehers den Schalter DS (Digital Servo) auf ON Stellen. Hiervon wird bei anderen Servos als den beiden dafür vorgesehenen extrem abgeraten. Ein Servoausfall und Absturz des Modells ist möglich!

 

Nun müssen alle, das Heckrotorsystem betreffenden Mischer im Sender deaktiviert werden. Und der Heck-Trimmhebel in Neutralstellung eingestellt werden. Diese Trimmung soll in Verbindung mit einem Kreiselsystem dieser Leistungsklasse nicht benutzt werden. Der Kreisel speichert bei jedem Einschaltvorgang den aktuellen Heckausschlag als Neutralstellung, deshalb sollte hier besonders darauf geachtet werden, dass beim Einschalten der Knüppel wirklich in der Mitte steht. Genauso wird von dem Kreisel jeder Input als Drehbefehl verstanden, deshalb ist es so wichtig, dass sämtliche Heckmischer deaktiviert sind.

 

Wenn alle diese Einstellungen erledigt sind, dann kann die Empfangsanlage eingeschaltet werden.

Nachdem der Kreisel ca. 3 Sekunden nicht bewegt wurde blinkt die LED auf dem Gehäuse und zeigt den Normalmode an , oder sie leuchtet durchgängig und zeigt den Heading Lock Modus an. Falls HL angezeigt wird, sollte für die weiteren Einstellungen durch Verstellung des Empfindlichkeitsreglers in die Entgegengesetzte Richtung in den Normalmode geschalten werden. Nun wird ein Servohebel so aufgesteckt, dass dieser möglichst im 90° Winkel zum Heckrororgestänge steht. (Trimmung NICHT benutzen!) Nun werden die Anlenkungen des Hubschraubermodells winklig eingestellt. So gut wie alle bekannten Hubschraubersysteme haben bei neutralen Gestängen die richtige Heckrotoranstellung für den Schwebeflug. ( Meist ca. 5°).

 

Nun wird mittels probieren das Äußerste Loch des Servohebels gesucht, bei dem im Vollausschlag die Anlenkung noch nicht mechanisch anläuft. Achtung, wichtig: Nicht den Senderseitigen Ausschlag einstellen! Ein anlaufendes Servo wird über eine meist nicht allzu lange Zeit sterben. Ist dies mechanisch bestmöglich gelöst, kann eine Feineinstellung des Ausschlages mittels des LIMIT Reglers am Kreisel erfolgen. Je besser die mechanische Einstellung, umso besser die Performance des Kreiselsystems.

 

Nun muss die Wirkrichtung des Kreisels eingestellt werden. Hier ist die Hilfe eines erfahrenen Helipiloten von Vorteil. Folgendermaßen ist die Vorgehensweise:

Der Heli wird um die Hochachse in eine Richtung bewegt. Der Heckrotor soll nun in die Entgegengesetzte Richtung steuern. Hier ist die Drehrichtung des HeRo mit zu beachten. Diesen Schritt besser mehrmals überdenken, dies hilft böse Überraschungen beim Erstflug zu vermeiden. Sollte der HeRo in die Richtung der Bewegung steuern, muss die Wirkrichtung des Kreisels am Schalter mit der Bezeichnung DIR am Gehäuse umgedreht werden.

Als nächstes wird die Wirkrichtung des Heckrotorknüppels am Sender überprüft. Hier wird ein Ausschlag in eine Richtung gegeben. Jetzt sollte sich der Heckrotor so bewegen, dass sich die Nase des Modells in die gesteuerte Richtung bewegen würde, wenn der Hubschrauber fliegen würde. Sollte jetzt die Richtung falsch sein, wird dies im Sender durch Servoumkehr des Heckrotorkanals berichtigt.

Nun geht es eigentlich schon an die Flugerprobung. Vorher wird lediglich noch die Empfindlichkeit auf einen Ausgangswert von ca. 75% eingestellt. Dies ist ein Erfahrungswert der in der Praxis meist schon für gute Ergebnisse sorgt.

 

Jetzt geht es an die Flugerprobung und Feineinstellung des Systems. Zu Anfang startet man am Besten im Normalmodus. Jetzt sollte der Hubschrauber nicht wegdrehen. Sollte er in eine Richtung wegdrehen wird dies ausschließlich über die Justage des Heckanlenkungsgestänges ausgeglichen. Achtung: Wird die Länge des Gestänges verändert, so ändert sich auch der Maximalausschlag in eine Richtung und muss evtl. nachjustiert werden, damit das Servo nicht anläuft. Jetzt ist eine Einstellung der Empfindlichkeit an der Reihe. Dreht der Heli bei starken Drehmomentschwankungen (Pitch) entgegengesetzt der Rotordrehrichtung ist die Empfindlichkeit zu niedrig. Fängt der Heli an sich aufzuschwingen, ist die Empfindlichkeit zu hoch und muss verringert werden. Grundsätzlich gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig, im sinne einer langen Lebensdauer des HeRo Servos. Diese Einstellung ist drehzahlabhängig und muss deshalb Flugphasenabhängig erfolgen.

Sollte das HeRo Servo ein anderes, langsameres Servo als die empfohlenen Typen sein, ist eventuell eine Anpassung der Dynamik des Kreisels mithilfe des Potis mit der Aufschrift DELAY nötig. Sollte der Hubschrauber nicht nach Beendigung einer Pirouette sofort stoppen, stellen sie das Delay etwas zurück. Hier bitte mit möglichst kleinen Schritten arbeiten, da es sich meist nur um kleine Differenzen handelt.

 

Zur Beeinflussung der Steuereigenschaften des Systems Nutzen Sie die Möglichkeiten der Dual Rate und Expo Einstellung Ihrer Fernsteuerung. So ist per Dual Rate die Drehgeschwindigkeit schön einstellbar und per Expo ist eine feinere Abstimmung um die Mitte möglich.

 

Das System sollte grundsätzlich im HL Mode Eingeschalten werden, da es hier die Mittenstellung des Senders einlernt. Eventuelle Differenzen in der Elektronik (Temperaturschwankungen...) werden so bei jedem Start neu ausgeglichen.

 

 

Bedeutung der LED:

 

Dauerlicht: Heading Lock Modus

Aus: Normalmodus

Zweimaliges, rythmisches Blinken: System Arbeitet, wenn der Heli nicht still steht, Achtung oft reichen schon  Motorvibrationen, um das System ansprechen zu lassen.

Ebenso wird hier eine Abweichung von der Mittelstellung des Heckrotor Steuerhebels angezeigt, also ein Ausschlag oder eine verstellte Trimmung.

Schnelles Dauerblinken: Initialisierung nach dem Einschalten (ca. 3 Sekunden)

Langsames Dauerblinken: Systemfehler, kein HeRo Signal liegt an.

Blinksignal mit Unterbrechung: Nicht im HL Mode eingeschaltet, Mittenstellung nicht eingelernt. Bitte schalten sie Ihre Empfangsanlage aus und im HL Mode noch mal an.

 

Was Bedeutet Heading Lock?

 

Im Normalmode wirkt der Kreisel lediglich als Dämpfung der Drehmomentschwankungen des Helisystems. Im HL Mode wird die Steuerung durch den Kreisel übernommen. So ist das Modell auch gegen äußere Einflüsse stabil. Das Heck bleibt auch bei Seitenwind und im Rückwärtsflug stabil. Eine Steuereingabe wird als Drehratenvorgabe verarbeitet. Aus diesem Grunde kennt das Heckservo im HL Mode keine Mittelstellung, da solange sich das Modell sich nicht bewegt der Servo einfach da stehen bleibt, wo er ist. Es wird ja keine Drehrate verlangt und es ändert sich auch nichts von Außen.